Vorbildrolle

Die Vorbildrolle bezeichnet den Einfluss, den das eigene Verhalten – bewusst oder unbewusst – auf andere Menschen ausübt. Im Unternehmenskontext sind besonders Führungskräfte in einer Vorbildrolle: Ihr Handeln setzt Normen und signalisiert, welches Verhalten erwünscht oder akzeptiert ist.

Für die mentale Gesundheit in Organisationen ist die Vorbildrolle von Führungskräften zentral. Wenn Führungskräfte selbst keine Pausen machen, ständig erreichbar sind und Überlastung als normal darstellen, werden Mitarbeitende zögern, auf ihre eigene Gesundheit zu achten – egal was offizielle Leitlinien sagen.

Umgekehrt kann positive Vorbildwirkung viel bewegen: Führungskräfte, die offen über eigene Belastungen sprechen, Grenzen setzen, Erholung ernst nehmen und Gesundheitsangebote nutzen, geben anderen die Erlaubnis, es ebenfalls zu tun. Sie reduzieren das Stigma rund um mentale Gesundheit.

Vorbildsein erfordert keine Perfektion. Es geht darum, authentisch zu sein, eigene Entwicklungsbereiche anzuerkennen und einen gesunden Umgang mit Arbeit und Leben zu modellieren – auch mit allen Herausforderungen, die das mit sich bringt.