Selbstfürsorge

Selbstfürsorge umfasst bewusste Aktivitäten zur Erhaltung und Förderung der eigenen Gesundheit und des Wohlbefindens. Das reicht von ausreichend Schlaf und Bewegung über Pausen im Alltag bis hin zur Pflege sozialer Beziehungen und dem Setzen von Grenzen.

Im Arbeitskontext wird Selbstfürsorge oft als Luxus oder Egoismus missverstanden. Das Gegenteil ist der Fall: Wer dauerhaft mehr gibt als er hat, wird früher oder später leistungsunfähig. Selbstfürsorge ist keine Belohnung für erbrachte Leistung, sondern Voraussetzung für nachhaltige Leistungsfähigkeit.

Die Herausforderung für viele Menschen: Selbstfürsorge in den Alltag zu integrieren, ohne schlechtes Gewissen. Pausen fühlen sich unproduktiv an, Grenzen setzen scheint egoistisch, und für Sport oder Entspannung bleibt keine Zeit. Diese Denkmuster zu durchbrechen erfordert Übung.

Alltagstaugliche Selbstfürsorge bedeutet nicht, das Leben umzukrempeln. Kleine, konsistente Maßnahmen wirken oft stärker als große Veränderungen: kurze Pausen zwischen Meetings, bewusstes Abschalten am Feierabend, regelmäßige Bewegung. Der Schlüssel liegt in der Erlaubnis, sich diese Momente ohne Schuldgefühl zu nehmen.