Psychoedukation
Psychoedukation bezeichnet die systematische Vermittlung von Wissen über psychische Gesundheit, Erkrankungen und deren Behandlung. Ziel ist, Betroffene und ihr Umfeld zu informieren und zu befähigen, besser mit der Situation umzugehen.
Im präventiven Kontext bedeutet Psychoedukation: Wissen über die Funktionsweise der Psyche, über Stress und seine Auswirkungen, über Warnsignale und Schutzfaktoren zu vermitteln. Dieses Wissen ist die Grundlage für Selbstfürsorge und frühzeitiges Gegensteuern.
Psychoedukation kann Stigma abbauen. Wer versteht, dass psychische Reaktionen auf Belastung normal und erklärbar sind, schämt sich weniger und holt sich eher Unterstützung. Wissen normalisiert und entmystifiziert das Thema mentale Gesundheit.
In betrieblichen Kontexten kann Psychoedukation in verschiedenen Formaten stattfinden: als Workshops, E-Learning, kurze Info-Impulse in Apps oder als Teil von Führungskräftetrainings. Wichtig ist, dass die Information alltagstauglich und handlungsorientiert vermittelt wird.