Emotionsregulation
Emotionsregulation umfasst alle Prozesse, durch die Menschen Einfluss darauf nehmen, welche Emotionen sie haben, wann sie sie haben und wie sie sie erleben und ausdrücken. Es geht nicht um Unterdrückung von Gefühlen, sondern um bewussten Umgang damit.
Verschiedene Strategien der Emotionsregulation haben unterschiedliche Wirkungen: Neubewertung (Reappraisal) – die Bedeutung einer Situation anders interpretieren – ist meist adaptiver als Unterdrückung, die langfristig sogar gegenteilige Effekte haben kann. Auch Akzeptanz und achtsames Wahrnehmen sind wirksame Strategien.
Im Arbeitskontext ist Emotionsregulation eine wichtige Kompetenz. Sie ermöglicht, auch unter Druck besonnen zu reagieren, Konflikte konstruktiv zu bewältigen und die eigenen Gefühle nicht ungefiltert auf andere zu übertragen. Emotionale Kompetenz ist ein Merkmal erfolgreicher Führung.
Emotionsregulation ist trainierbar. Durch Achtsamkeitspraxis, kognitive Techniken und körperliche Strategien kann die Fähigkeit zur Emotionsregulation gestärkt werden. Das verbessert nicht nur das eigene Wohlbefinden, sondern auch Beziehungen und Zusammenarbeit.