Schutzfaktoren

Schutzfaktoren sind Merkmale, Ressourcen oder Bedingungen, die die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Problemen verringern und die Widerstandsfähigkeit gegen Belastungen erhöhen. Sie sind das positive Gegenstück zu Risikofaktoren und der Ansatzpunkt für ressourcenorientiertePrävention.

Schutzfaktoren wirken auf verschiedenen Ebenen: Individuelle Schutzfaktoren umfassen Kompetenzen wie Selbstwirksamkeit, Emotionsregulation oder soziale Kompetenz. Soziale Schutzfaktoren beinhalten unterstützende Beziehungen und Netzwerke. Organisationale Schutzfaktoren sind etwa Handlungsspielraum, Anerkennung oder psychologische Sicherheit.

Der Fokus auf Schutzfaktoren ist für Prävention besonders wertvoll. Während Risikofaktoren oft schwer zu beeinflussen sind (z.B. organisatorische Rahmenbedingungen), lassen sich Schutzfaktoren gezielt stärken. Ein höheres Niveau an Schutzfaktoren kann die Auswirkungen von Risikofaktoren abpuffern.

Ressourcenaufbau – also die gezielte Stärkung von Schutzfaktoren – ist der Kern präventiver Arbeit für mentale Gesundheit. Es geht nicht primär darum, Probleme zu beheben, sondern darum, Menschen und Organisationen widerstandsfähiger zu machen.