Risikofaktoren
Risikofaktoren sind Merkmale, Bedingungen oder Verhaltensweisen, die statistisch mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Erkrankungen oder Problemen verbunden sind. Im Kontext mentaler Gesundheit können dies individuelle Faktoren (z.B. Perfektionismus, mangelnde Erholungsfähigkeit) oder Umgebungsfaktoren (z.B. hohe Arbeitslast, fehlende Unterstützung) sein.
Die Kenntnis von Risikofaktoren ermöglicht gezielte Prävention. Wer weiß, welche Faktoren das Risiko für Burnout, Depression oder Angststörungen erhöhen, kann gezielt dort ansetzen – sei es durch Reduktion der Risikofaktoren oder durch Stärkung von Schutzfaktoren als Gegengewicht.
Wichtig: Das Vorhandensein von Risikofaktoren bedeutet nicht zwangsläufig, dass Probleme auftreten. Risikofaktoren erhöhen Wahrscheinlichkeiten, determinieren aber nicht das Ergebnis. Schutzfaktoren können die Wirkung von Risikofaktoren abpuffern.
Im betrieblichen Kontext können Risikofaktoren systematisch erfasst werden – etwa im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung oder durch kontinuierliches Monitoring. Das ermöglicht bedarfsgerechte Interventionen statt Gießkannenprinzip.