Ressourcenaufbau
Ressourcenaufbau bezeichnet den gezielten Prozess, Schutzfaktoren, Kompetenzen und unterstützende Bedingungen zu stärken. Es ist ein proaktiver Ansatz, der Belastungen nicht erst adressiert, wenn sie zu Problemen geworden sind, sondern präventiv die Widerstandskraft erhöht.
Im Gegensatz zu defizitorientierten Ansätzen, die Probleme beheben wollen, setzt Ressourcenaufbau auf die Stärkung des Positiven. Beides hat seine Berechtigung, aber der Ressourcenfokus ist für Prävention besonders geeignet – er baut Kapazitäten auf, bevor sie gebraucht werden.
Konkret kann Ressourcenaufbau bedeuten: Resilienzkompetenzen trainieren, soziale Netzwerke stärken, Selbstwirksamkeit durch Erfolgserlebnisse erhöhen, Stressregulationsstrategien erlernen oder einen gesunden Lebensstil etablieren. Diese Ressourcen dienen als Puffer, wenn Belastungen auftreten.
Für Unternehmen ist Ressourcenaufbau ein strategischer Ansatz: Statt nur auf Krankheitstage und Ausfälle zu reagieren, wird proaktiv in die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden investiert. Das ist nicht nur menschlich, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.