Reframing

Reframing (deutsch: Umdeuten oder Neu-Rahmen) bezeichnet die Technik, eine Situation, ein Ereignis oder ein Problem in einen anderen Bezugsrahmen zu setzen und dadurch seine Bedeutung zu verändern. Der Sachverhalt bleibt gleich, aber die Perspektive darauf verändert sich.

Die Wirksamkeit von Reframing basiert auf einer grundlegenden Erkenntnis der kognitiven Psychologie: Nicht die Situation selbst bestimmt, wie wir uns fühlen, sondern unsere Interpretation der Situation. Durch das Verändern der Interpretation können sich auch die emotionalen Reaktionen ändern.

Beispiele für Reframing im Alltag: Ein kritisches Feedback wird zum wertvollen Hinweis für Verbesserung. Ein Rückschlag wird zur Lerngelegenheit. Eine stressige Phase wird zum Training für Resilienz. Das bedeutet nicht, Probleme schönzureden, sondern alternative, konstruktivere Sichtweisen zu finden.

Reframing ist eine trainierbare Fähigkeit. Mit Übung können wir lernen, automatische negative Interpretationen zu hinterfragen und flexibler im Denken zu werden. Das reduziert unnötigen Stress und erhöht die Handlungsfähigkeit in schwierigen Situationen.