Kognitive Umstrukturierung
Kognitive Umstrukturierung ist eine zentrale Technik der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Sie zielt darauf ab, nicht hilfreiche oder verzerrte Denkmuster zu identifizieren und durch realistischere, funktionalere Gedanken zu ersetzen.
Der Ansatz basiert auf der Erkenntnis, dass viele emotionale Probleme durch dysfunktionale Gedanken aufrechterhalten werden. Typische kognitive Verzerrungen sind: Schwarz-Weiß-Denken, Katastrophisieren, Übergeneralisierung, Personalisierung oder das Gedankenlesen (zu glauben, man wisse, was andere denken).
Der Prozess der kognitiven Umstrukturierung umfasst mehrere Schritte: den automatischen Gedanken identifizieren, seine Gültigkeit überprüfen, alternative Interpretationen finden und einen hilfreicheren Gedanken formulieren. Mit der Zeit werden diese funktionaleren Denkmuster automatischer.
In abgewandelter Form lassen sich Prinzipien der kognitiven Umstrukturierung auch außerhalb der Therapie nutzen – etwa als Selbsthilfe-Technik zum Umgang mit Stress, Sorgen oder Selbstzweifeln. Sie ist eine Kernkompetenz für mentale Gesundheit im Alltag.