Akzeptanz
Akzeptanz bezeichnet die Bereitschaft, die Realität so anzunehmen, wie sie ist – einschließlich unangenehmer Gedanken, Gefühle und Umstände. Es geht nicht darum, alles gutzuheißen oder aufzugeben, sondern darum, unnötigen Kampf gegen Unveränderliches aufzugeben.
In der psychologischen Forschung, insbesondere in der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), zeigt sich: Der Versuch, unangenehme Gedanken und Gefühle zu vermeiden oder zu unterdrücken, verstärkt sie oft. Paradoxerweise führt Akzeptanz häufig zu weniger Leiden als Vermeidung.
Akzeptanz ist keine passive Haltung. Sie ist die Grundlage für bewusstes Handeln. Erst wenn wir akzeptieren, wo wir stehen, können wir entscheiden, wohin wir gehen wollen. Akzeptanz schafft Handlungsspielraum, den Widerstand gegen die Realität versperrt.
Im Arbeitskontext bedeutet Akzeptanz etwa: anzuerkennen, dass eine Deadline nicht verschiebbar ist, statt dagegen anzukämpfen; eigene Grenzen zu akzeptieren statt sich für Übermenschliches zu verurteilen; schwierige Gefühle zuzulassen statt sie wegzudrücken.