Intrinsische Motivation
Intrinsische Motivation beschreibt den Antrieb, eine Tätigkeit um ihrer selbst willen auszuführen – weil sie interessant, herausfordernd oder erfüllend ist. Im Gegensatz zur extrinsischen Motivation braucht sie keine äußeren Belohnungen oder Bestrafungen als Anreiz.
Die Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan identifiziert drei grundlegende psychologische Bedürfnisse, die intrinsische Motivation fördern: Autonomie (das Gefühl, selbstbestimmt zu handeln), Kompetenz (das Erleben eigener Wirksamkeit) und soziale Eingebundenheit (Verbundenheit mit anderen).
Im Arbeitskontext ist intrinsische Motivation mit zahlreichen positiven Outcomes verbunden: höhere Leistung bei komplexen Aufgaben, mehr Kreativität, größere Ausdauer bei Schwierigkeiten und höhere Arbeitszufriedenheit. Menschen, die ihre Arbeit als sinnvoll erleben, sind engagierter und widerstandsfähiger.
Intrinsische Motivation lässt sich nicht erzwingen, aber ihre Bedingungen können gefördert werden: Gestaltungsspielräume schaffen, Kompetenzerwerb ermöglichen, den Sinn der Arbeit verdeutlichen und ein unterstützendes soziales Umfeld bieten.