Gewohnheiten

Gewohnheiten sind Verhaltensweisen, die durch Wiederholung so automatisiert wurden, dass sie ohne bewusste Entscheidung ablaufen. Sie sparen mentale Energie, weil sie nicht mehr willentlich gesteuert werden müssen. Schätzungen zufolge werden 40-50% unserer täglichen Handlungen durch Gewohnheiten bestimmt.

Gewohnheiten folgen einem neurologischen Muster: Auslöser (Cue) – Routine – Belohnung. Ein bestimmter Kontext oder Zustand löst automatisch ein Verhalten aus, das mit einer Form von Belohnung verknüpft ist. Dieses Muster zu verstehen ist der Schlüssel zur Veränderung von Gewohnheiten.

Für die mentale Gesundheit sind Gewohnheiten ein mächtiger Hebel. Positive Routinen – wie regelmäßige Bewegung, Achtsamkeitspraxis oder bewusste Pausen – können, einmal etabliert, ohne große Willensanstrengung zum Wohlbefinden beitragen.

Der Aufbau neuer Gewohnheiten braucht Zeit und Strategie. Kleine, machbare Schritte, klare Auslöser, unmittelbare Belohnung und Geduld sind wichtiger als große Vorsätze. Nach und nach werden aus bewussten Entscheidungen automatische Routinen.