Atemübungen
Atemübungen sind Techniken, bei denen die Atmung bewusst gesteuert wird, um körperliche und psychische Zustände zu beeinflussen. Sie gehören zu den ältesten und am weitesten verbreiteten Praktiken für Entspannung und Stressreduktion.
Die Wirksamkeit von Atemübungen basiert auf der engen Verbindung zwischen Atmung und Nervensystem. Tiefe, langsame Atmung aktiviert den Parasympathikus – den Teil des autonomen Nervensystems, der für Erholung und Regeneration zuständig ist. So kann bewusstes Atmen Stressreaktionen unterbrechen.
Verschiedene Techniken zielen auf unterschiedliche Effekte: Die 4-7-8-Atmung (4 Sekunden einatmen, 7 halten, 8 ausatmen) ist besonders entspannend. Die Box-Atmung (4-4-4-4) fördert Ruhe und Fokus. Tiefe Bauchatmung aktiviert das Zwerchfell und den Vagusnerv.
Der Vorteil von Atemübungen: Sie sind überall und jederzeit anwendbar, erfordern keine Hilfsmittel und wirken schnell. Schon wenige bewusste Atemzüge können eine Stresssituation entschärfen. Als Mikrointervention sind sie ideal für den Arbeitsalltag.