Coping
Coping (von englisch to cope = bewältigen) bezeichnet alle kognitiven und verhaltensbezogenen Bemühungen, mit internen oder externen Anforderungen umzugehen, die als belastend oder die eigenen Ressourcen überschreitend bewertet werden. Coping ist der Umgang mit Stress.
Es werden verschiedene Coping-Strategien unterschieden: Problemorientiertes Coping zielt darauf, den Stressor direkt zu verändern. Emotionsorientiertes Coping reguliert die emotionale Reaktion auf den Stressor. Vermeidungsorientiertes Coping geht dem Problem aus dem Weg – kurzfristig entlastend, langfristig oft problematisch.
Nicht alle Coping-Strategien sind gleich hilfreich. Adaptive Strategien wie Problemlösen, soziale Unterstützung suchen oder Akzeptanz sind langfristig wirksamer als maladaptive Strategien wie Substanzkonsum, Verleugnung oder Rückzug. Die Wahl der Strategie hängt von der Situation und den verfügbaren Ressourcen ab.
Das Coping-Repertoire lässt sich erweitern. Wer verschiedene Strategien kennt und flexibel einsetzen kann, ist besser für unterschiedliche Belastungssituationen gerüstet. Das Training hilfreicher Coping-Strategien ist ein wichtiger Baustein von Präventionsprogrammen.