Positive Psychologie
Positive Psychologie ist ein Forschungszweig der Psychologie, der sich mit den Faktoren beschäftigt, die zu einem erfüllten und gelingenden Leben beitragen. Im Gegensatz zur traditionellen Psychologie, die sich primär auf die Behandlung von Störungen konzentriert, fragt die Positive Psychologie: Was macht Menschen glücklich, resilient und erfolgreich?
Begründet wurde die Positive Psychologie Ende der 1990er Jahre von Martin Seligman. Sie untersucht wissenschaftlich fundiert Themen wie Glück, Dankbarkeit, Stärken, Flow-Erleben und positive Beziehungen. Die Erkenntnisse fließen in evidenzbasierte Interventionen ein, die Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit steigern können.
Im betrieblichen Kontext bietet die Positive Psychologie wertvolle Ansätze für Prävention und Ressourcenaufbau. Statt nur Probleme zu beheben, werden gezielt Faktoren gestärkt, die Menschen widerstandsfähiger und zufriedener machen. Das zahlt sich aus: Teams mit höherem Wohlbefinden sind produktiver, kreativer und bleiben länger im Unternehmen.
Wichtig: Positive Psychologie bedeutet nicht, negative Emotionen zu unterdrücken oder toxische Positivität zu fördern. Es geht darum, das gesamte Spektrum menschlichen Erlebens anzuerkennen und gleichzeitig gezielt Ressourcen aufzubauen, die durch schwierige Zeiten tragen.