Frühprävention
Frühprävention bezeichnet präventive Maßnahmen, die bei ersten Anzeichen von Belastung oder Risikofaktoren ansetzen – in der Phase, in der noch keine manifesten Probleme vorliegen, aber erste Warnsignale erkennbar sind. Sie schließt die Lücke zwischen allgemeiner Gesundheitsförderung und klinischer Behandlung.
Im Kontext mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz ist Frühprävention besonders relevant. Die Entwicklung von Burnout oder psychischen Erkrankungen verläuft oft schleichend. Wer frühe Warnsignale erkennt und gegensteuert, kann verhindern, dass aus temporärer Belastung ein Langzeitausfall wird.
Die Herausforderung der Frühprävention: Warnsignale müssen erkannt werden, bevor sie offensichtlich sind. Das erfordert geschulte Führungskräfte, sensibilisierte Kolleginnen und Kollegen und idealerweise Systeme, die Frühindikatoren sichtbar machen.
Frühpräventive Maßnahmen können niedrigschwellige Angebote sein: kurze Check-ins, Reflexionsformate, schnell verfügbare Mikro-Interventionen oder Gespräche mit der Führungskraft. Der Schlüssel ist, dass diese Angebote genutzt werden, bevor Probleme eskalieren.