Frühindikatoren

Frühindikatoren sind Parameter, die frühzeitig auf Entwicklungen hinweisen, bevor diese in offensichtlichen Problemen resultieren. Im Kontext mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz umfassen sie Faktoren wie selbstberichteten Stress, Schlafqualität, Energielevel, Fokus-Schwierigkeiten oder das Gefühl von Überforderung.

Der Vorteil von Frühindikatoren gegenüber klassischen Kennzahlen wie Krankheitstagen: Sie ermöglichen proaktives Handeln. Wenn Mitarbeitende bereits im Langzeitausfall sind, ist es für Prävention zu spät. Frühindikatoren zeigen Belastungen, während noch Zeit zum Gegensteuern ist.

Für HR und Gesundheitsmanagement lösen Frühindikatoren ein zentrales Problem: Bisher war die Wirksamkeit von Maßnahmen schwer nachweisbar. Mit kontinuierlich erhobenen Daten lässt sich zeigen, ob Programme tatsächlich zu Verbesserungen führen – und wo Handlungsbedarf besteht.

Die Erhebung von Frühindikatoren muss niedrigschwellig und datenschutzkonform erfolgen. Kurze, regelmäßige Check-ins können wertvolle Einblicke liefern, ohne Mitarbeitende zu belasten. Aggregierte Daten zeigen Trends und Hotspots – die Grundlage für gezielte Interventionen.