Burnout

Burnout beschreibt einen Zustand tiefgreifender Erschöpfung, der sich über einen längeren Zeitraum durch anhaltende Überforderung entwickelt. Die WHO definiert Burnout als Syndrom mit drei Dimensionen: emotionale Erschöpfung, zunehmende mentale Distanz zur Arbeit (Zynismus) und verringerte Leistungsfähigkeit.

Die Entwicklung eines Burnouts verläuft schleichend. Anfangs stehen oft hohe Motivation und Engagement, gefolgt von ersten Erschöpfungszeichen, die ignoriert werden. Typische Warnsignale sind anhaltende Müdigkeit trotz Erholung, Zynismus gegenüber der Arbeit, Konzentrationsprobleme und das Gefühl, trotz Anstrengung nichts zu bewirken.

Die wirtschaftlichen Folgen von Burnout sind erheblich: Langzeitausfälle, hohe Behandlungskosten und der mögliche Verlust wertvoller Fachkräfte. Hinzu kommt die Belastung für Teams, die Ausfälle kompensieren müssen – was wiederum das Risiko weiterer Burnout-Fälle erhöht.

Prävention ist der wirksamste Ansatz. Das bedeutet nicht nur Stressreduktion, sondern vor allem den Aufbau von Ressourcen: Regenerationsfähigkeit, Selbstwahrnehmung, die Fähigkeit Grenzen zu setzen und ein unterstützendes Arbeitsumfeld. Je früher Warnsignale erkannt und adressiert werden, desto besser.