Anonymisierung

Anonymisierung bezeichnet die Veränderung von Daten derart, dass die Einzelperson nicht mehr identifizierbar ist. Im Gegensatz zur Pseudonymisierung (wo ein Schlüssel zur Re-Identifikation existiert) ist bei echter Anonymisierung kein Rückschluss auf die Person mehr möglich.

Im Kontext von Gesundheitsdaten ist Anonymisierung zentral für den Datenschutz. Informationen über mentale Gesundheit sind besonders sensibel – sie dürfen nur mit strengsten Schutzmaßnahmen erhoben und verarbeitet werden. Anonymisierung ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen.

Technisch kann Anonymisierung durch verschiedene Verfahren erreicht werden: Entfernen identifizierender Merkmale, Generalisierung (z.B. Altersgruppen statt exaktes Alter), Aggregation zu Gruppenstatistiken, Hinzufügen von statistischem Rauschen oder k-Anonymität (jeder Datensatz ist mindestens k-mal vorhanden).

Für die Praxis bedeutet das: Mitarbeitende können über ihre mentale Gesundheit berichten, ohne dass diese Informationen mit ihrer Person verknüpft werden. Das erhöht das Vertrauen und die Bereitschaft, ehrlich zu antworten – und liefert damit validere Daten.