Achtsamkeit

Achtsamkeit bezeichnet eine Form der Aufmerksamkeit, bei der wir das gegenwärtige Erleben bewusst wahrnehmen, ohne es zu bewerten oder verändern zu wollen. Diese auf den ersten Blick einfache Praxis hat tiefgreifende Auswirkungen auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

Die wissenschaftliche Forschung zu Achtsamkeit ist umfangreich: Regelmäßige Praxis kann Stress reduzieren, die Konzentrationsfähigkeit steigern, emotionale Reaktionen abschwächen und sogar messbare Veränderungen im Gehirn bewirken. Diese Effekte zeigen sich bereits bei kurzen täglichen Übungen.

Im Arbeitsalltag hilft Achtsamkeit, aus automatischen Reaktionsmustern auszusteigen. Statt bei Stress sofort in Anspannung zu verfallen oder bei Kritik reflexhaft zu reagieren, entsteht ein Moment des Innehaltens. Dieser kurze Abstand zwischen Reiz und Reaktion ermöglicht bewusstere Entscheidungen.

Achtsamkeit muss nicht bedeuten, stundenlang zu meditieren. Kurze Übungen von zwei bis fünf Minuten, integriert in den Alltag, können bereits wirksam sein. Der Schlüssel liegt in der Regelmäßigkeit: Achtsamkeit als tägliche Praxis statt als gelegentliche Entspannungsübung.