Grenzen setzen
Grenzen setzen bedeutet, die eigenen Kapazitäten und Bedürfnisse zu erkennen und diese gegenüber anderen zu kommunizieren. Es umfasst das Nein-Sagen zu Anforderungen, die über das Leistbare hinausgehen, und das aktive Einfordern von Raum für Regeneration.
Im Arbeitskontext fällt Grenzen setzen vielen Menschen schwer. Die Angst, als nicht belastbar zu gelten, Aufstiegschancen zu gefährden oder Kolleginnen und Kollegen im Stich zu lassen, führt dazu, dass wir mehr übernehmen, als wir bewältigen können. Kurzfristig funktioniert das – langfristig führt es zu Erschöpfung.
Grenzen setzen ist keine Schwäche, sondern professionelles Selbstmanagement. Wer dauerhaft über seine Grenzen geht, liefert letztlich schlechtere Ergebnisse als jemand, der seine Kapazitäten realistisch einschätzt und entsprechend kommuniziert.
Der Aufbau dieser Kompetenz braucht Übung. Es beginnt damit, die eigenen Grenzen überhaupt wahrzunehmen, und setzt sich fort mit der Entwicklung von Strategien, diese freundlich aber klar zu kommunizieren. Konkrete Formulierungen und das Üben von Grenz-Gesprächen können diese wichtige Fähigkeit stärken.